Der Weihnachtsmarkt

Herkunft

Die Weihnachtsmärkte gehen zurück auf spätmittelalterliche Verkaufsmessen und – häufig eintägige – Märkte, die den Bürgern zu Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit gaben, sich mit Fleisch und winterlichem Bedarf einzudecken. Im 14. Jahrhundert kam der Brauch auf, Handwerkern wie Spielzeugmachern, Korbflechtern oder Zuckerbäckern zu erlauben, Verkaufsstände für die Kleinigkeiten auf dem Markt zu errichten, die die Kinder   zu Weihnachten geschenkt bekamen; auch Stände mit gerösteten Kastanien, Nüssen und Mandeln gab es damals bereits.

Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Märkte zu einem festen Element des vorweihnachtlichen Brauchtums.

Vereinzelt finden sich noch die meist aus der Zeit um 1900 stammenden Christbaumständer mit einem Aufzugsmechanismus, der für eine Drehbewegung des Baumes sorgt und zugleich eine Spieluhr in Betrieb setzt, die ein oder mehrere Weihnachtslieder dazu abspielt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war es in manchen Regionen üblich, den Weihnachtsbaum, teilweise auch verkehrt herum, an der Zimmerdecke aufzuhängen.Im niederösterreichischen Waldviertel findet man noch in den Stuben und Wohnräumen älterer Gebäude Haken an der Zimmerdecke zur Befestigung des Weihnachtsbaumes.

 

 

  Zeitraum

Kleinere Weihnachtsmärkte öffnen mancherorts nur für wenige Tage, an einem oder zwei oder auch allen vier Adventswochenenden, in der Regel sind sie jedoch an allen Tagen im Advent bis zum 23. Dezember geöffnet. Zum eigentlichen Weihnachtsfest sind die meisten Weihnachtsmärkte bereits wieder geschlossen, manche öffnen auch nach Weihnachten noch einmal für einige Tage, wenige öffnen auch an Feiertagen.

Der Beginn städtischer Weihnachtsmärkte, die für die Kommunen, den Einzelhandel und die Marktbeschicker auch einen Wirtschaftsfaktor darstellen, hat sich seit einigen Jahren in den November hinein verschoben. Da der Sonntag vor dem ersten Advent jedoch als Totensonntag begangen wird, stößt diese Praxis mancherorts auf Kritik seitens der Kirchen,so in Bonn oder 2012 in Potsdam oder Halberstadt oder 2013 in Hof. Aufgrund dieser Kritik starten viele Weihnachtsmärkte erst am Montag nach dem Totensonntag oder bleiben an diesem Sonntag geschlossen. Ein Weihnachtsmarkt in Oberhausen öffnete 2012 bereits zwei Tage vor dem Volkstrauertag.

Insbesondere Märkte, in die Eislaufbahnen integriert sind, haben oft auch im neuen Jahr noch geöffnet (z.B. der Weihnachtsmarkt in Ibbenbüren, der zudem noch am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag betrieben wird).

 
     
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